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Grundsteuerreform

Was ist die Grundsteuer?

Die Grundsteuer wird auf inländischen Grundbesitz erhoben und grundsätzlich von den Eigentümerinnen und Eigentümern gezahlt. Die Grundsteuer wird von den Städten und Gemeinden erhoben, in deren Gebiet sich der Grundbesitz befindet. Die Einnahmen daraus fließen ausschließlich den Städten und Gemeinden zu. Sie zählt zu den wichtigsten Einnahmen, da hiermit z.B. Schulen und Kindertagesstätten finanziert werden oder wichtige Investitionen in die örtliche Infrastruktur wie Straßen, Radwege oder Brücken vorgenommen werden können. Das Finanzamt setzt den Grundsteuermessbetrag fest, auf Grund dessen die Städte und Gemeinden Ihre Hebesätze anwendet und die jährliche Grundsteuer ermittelt. Es wird in Grundsteuer A (Forst- und Landwirtschaftsbetriebe), Grundsteuer B (unbebaute und bebaute Grundstücke) und NEU Grundsteuer C (erhöhte Grundsteuer für baureife Grundstücke, die nicht der Forst- und Landwirtschaft angehören) unterschieden.

Die neue Grundsteuer

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss die Grundsteuer neu geregelt werden, da das bisherige System zur Berechnung für verfassungswidrig erklärt wurde. Die bisherigen, jahrzentelang unveränderten Einheitswerte müssen ab 2025 durch neue Bemessungsgrundlagen ersetzt werden. Für die Besteuerung ab dem Jahr 2025 gelten die Verhältnisse des Grundstückes mit Stichtag 1. Januar 2022. Das Land Hessen wendet hierfür das Flächen-Faktor-Verfahren an. Dieses Verfahren soll gerecht, einfach, transparent und verständlich sein. Für Eigentümerinnen und Eigentümer bedeutet das, dass in der Erklärung nur die Grundstücksgröße und Wohnfläche/Nutzungsfläche eingetragen werden müssen. Darüber hinaus sind allgemeine Angaben zum Grundstück und den Eigentumsverhältnissen erforderlich. Im Flächen-Faktor-Verhältnis wird die Grunstücks- und Gebäudefläche ermittelt, sowie die Lagequalität einbezogen. Für den Faktor wird der Bodenrichtwert der Zone mit dem durchschnittlichen Bodenrichtwert der Gemeinde verglichen. Alle Eigentümerinnen und Eigentümer werden durch eine öffentliche Bekanntmachung gegen Ende des ersten Quartal 2022 aufgefordert eine Erklärung abzugeben. Die Erklärungen sind elektronisch zu übermitteln. Möglich ist dies ab dem 01. Juli 2022 bis zum 31. Oktober 2022. 

Quelle: Finanzamt Hessen

Die Hessische Steuerverwaltung hat Informationen und Checklisten zusammengestellt, um die Bürgerinnen und Bürger gut für die Steuererklärung ab dem 01.Juli 2022 vorzubereiten . Sie finden diese in den pdf-Dateien auf dieser Seite oder unter der Internetseite: http://grundsteuer.hessen.de

Grundsteuereform Infoblatt

 Checkliste_GrundsteuerA__HE_IV

 Checkliste__GrundsteuerB_HE_IV